Warum ein Heim in türkischer Trägerschaft?

Menschen mit Migrationshintergrund und ausgeprägten psychosozialen Schwierigkeiten unterliegen nicht selten einer mehrfachen Stigmatisierung.

Dabei spielen Einwanderer mit türkischen Wurzeln aufgrund ihrer kulturellen, religiösen, sozialen und sprachlichen Unterschiedlichkeit wie auch daraus resultierender abweichender Kommunikations- und Deutungssysteme eine besondere Rolle.

Unser vollstationäres Jugendhilfeangebot soll dazu beitragen, dass die Ablösung von der Herkunftsfamilie nicht als weitere Entwurzelung empfunden wird.

Träger der Einrichtung ist der gemeinnützige Verein Evim e.V. mit Sitz in Geseke. Ziel des im Jahr 2013 gegründeten Vereins ist die Förderung von Jugend- und Erziehungshilfe sowie Schul- und Berufsbildung.

Grundlage der pädagogischen Arbeit unserer Einrichtung ist ein humanistisches und weltoffenes Menschenbild. Besonderes Merkmal unserer pädagogischen Arbeit und der Haltung unserer Mitarbeiter ist die Selbsterziehung, die eine kritische Distanz zu sich selbst voraussetzt und damit die Grundlage für die Weiterentwicklung des eigenen Handelns darstellt, um im erzieherischen Umgang mit Kindern und Jugendlichen authentisch, emphatisch, Beziehungssicherheit bietend und wirksam sein zu können.

In Zusammenarbeit mit Jugendämtern, Gerichten und anderen Kooperationspartnern sowie Angehörigen, Kindergärten, Schulen, Ausbildungsstätten, Ärzten und Therapeuten schaffen wir einen Rahmen in welchem der junge Mensch optimale Entwicklungsbedingungen vorfindet.

§1 Name, Sitz, Geschäftsjahr
(1) Der Verein führt den Namen „Evim“ und soll in das Vereinsregister eingetragen werden. Nach der Eintragung führt er den Zusatz „e. V.“.
(2) Der Verein hat seinen Sitz in Geseke.
(3) Das Geschäftsjahr des Vereins ist das Kalenderjahr.

§2 Zweck des Vereins
(1) Zweck des Vereins ist die Förderung von Jugend- und Erziehungshilfe sowie Schul- und Berufsbildung.
(2) Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.
(3) Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch Gründung und Betreiben von stationären und ambulanten Jugendhilfeeinrichtungen, Kindergärten und Kindertagesstätten sowie Kinder- und Jugendheimen.
(4) Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
(5) Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.
(6) Alle Inhaber von Vereinsämtern sind ehrenamtlich tätig. Jeder Beschluss über die Änderung der Satzung ist vor dessen Anmeldung beim Registergericht dem zuständigen Finanzamt vorzulegen.

§ 3 Erwerb der Mitgliedschaft
(1) Mitglied des Vereins kann jede volljährige Person werden. Über den schriftlichen Antrag entscheidet der Vorstand. Der Antrag soll den Namen und die Anschrift des Antragstellers sowie die Angabe enthalten, ob er Vater/Mutter eines Kindes ist; gegebenenfalls ist der Name und das Alter des Kindes an-zugeben.
(2) Gegen den ablehnenden Bescheid des Vorstands, der mit Gründen zu versehen ist, kann der Antragsteller Beschwerde erheben. Die Beschwerde ist innerhalb eines Monats ab Zugang des ablehnenden Bescheids schriftlich beim Vorstand einzulegen. Über die Beschwerde entscheidet die nächste ordentliche Mitgliederversammlung.


§ 4 Beendigung der Mitgliedschaf
t
(1) Die Mitgliedschaft endet
a) mit dem Tod des Mitglieds;
b) durch freiwilligen Austritt;
c) durch Streichung von der Mitgliederliste;
d) durch Ausschluss aus dem Verein.
(2) Der freiwillige Austritt erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber einem Mitglied des Vorstands. Er ist nur zum Schluss eines Kalenderjahres unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von drei Monaten zulässig.
(3) Ein Mitglied kann durch Beschluss des Vorstands von der Mitgliederliste gestrichen werden, wenn es trotz zweimaliger Mahnung mit der Zahlung des Beitrags im Rückstand ist. Die Streichung darf erst beschlossen werden, nachdem seit der Absendung des zweiten Mahnschreibens drei Monate verstri-chen und die Beitragsschulden nicht beglichen sind. Die Strei-chung ist dem Mitglied mitzuteilen.
(4) Ein Mitglied kann, wenn es gegen die Vereinsinteressen gröblich verstoßen hat, durch Beschluss des Vorstands aus dem Verein ausgeschlossen werden. Vor der Beschlussfassung ist dem Mitglied unter Setzung einer angemessenen Frist Gelegenheit zu geben, sich persönlich vor dem Vorstand oder schriftlich zu rechtfertigen.

§ 5 Mitgliedsbeiträge
(1) Von den Mitgliedern werden Beiträge erhoben. Die Höhe des Jahresbeitrags und dessen Fälligkeit werden von der Mit-gliederversammlung bestimmt.
(2) Ehrenmitglieder sind von der Beitragspflicht befreit.

§ 6 Organe des Vereins
Organe des Vereins sind
a) der Vorstand,
b) die Mitgliederversammlung.

§ 7 Der Vorstand
(1) Der Vorstand des Vereins besteht aus dem Vorsitzenden.
(2) Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich durch den Vorsitzenden allein vertreten.

§ 8 Die Zuständigkeit des Vorstands
(1) Der Vorstand ist für die Angelegenheiten des Vereins zu-ständig, soweit sie nicht durch die Satzung einem anderen Vereinsorgan zugewiesen sind. Er hat vor allem folgende Aufgaben:
a) Vorbereitung der Mitgliederversammlungen und Aufstellung der Tagesordnungen;
b) Einberufung der Mitgliederversammlung;
c) Ausführung der Beschlüsse der Mitgliederversammlung;
d) Aufstellung eines Haushaltsplans für jedes Geschäftsjahr, Buchführung; Erstellung eines Jahresberichts;
e) Abschluss und Kündigung von Dienst- und Arbeitsverträgen,
f) Beschlussfassung über Aufnahme, Streichung und Aus-schluss von Mitgliedern.
(2) Der Vorstand ist verpflichtet, in allen Angelegenheiten, die über die laufende Geschäftsführung hinausgehen, dem Beirat Gelegenheit zur Äußerung zu geben.

§ 9 Amtsdauer des Vorstands
Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung auf die Dauer von zwei Jahren, vom Tage der Wahl an gerechnet, gewählt; er bleibt jedoch bis zur Neuwahl des Vorstands im Amt.

§ 10 Beschlussfassung des Vorstands
(1) Der Vorstand fasst seine Beschlüsse im Allgemeinen in Vorstandssitzungen. Die Beschlüsse des Vorstands sind schriftlich niederzulegen und vom Sitzungsleiter zu unter-schreiben. Die Niederschrift soll Ort und Zeit der Vorstandssitzung und die gefassten Beschlüsse enthalten.
(2) Ein Vorstandsbeschluss kann auf schriftlichem Wege ge-fasst werden.

§ 11 Die Mitgliederversammlung
(1) In der Mitgliederversammlung hat jedes Mitglied – auch ein Ehrenmitglied – eine Stimme. Zur Ausübung des Stimmrechts kann ein anderes Mitglied schriftlich bevollmächtigt werden. Die Bevollmächtigung ist für jede Mitgliederversammlung gesondert zu erteilen. Ein Mitglied darf jedoch nicht mehr als drei fremde Stimmen vertreten.
(2) Die Mitgliederversammlung ist ausschließlich für folgende Angelegenheiten zuständig:
a) Genehmigung des vom Vorstand aufgestellten Haushalts-plans für das nächste Geschäftsjahr; Entgegennahme des Jahresberichts des Vorstands; Entlastung des Vorstands;
b) Festsetzung der Höhe und der Fälligkeit des Jahresbeitrags;
c) Wahl und Abberufung der Mitglieder des Vorstands;
d) Beschlussfassung über die Änderung der Satzung und über die Auflösung des Vereins;
e) Beschlussfassung über die Beschwerde gegen die Ablehnung des Aufnahmeantrags sowie über die Berufung gegen einen Ausschließungsbeschluss des Vorstands;
f) Ernennung von Ehrenmitgliedern.
(3) In Angelegenheiten, die in den Zuständigkeitsbereich des Vorstands fallen, kann die Mitgliederversammlung Empfehlun-gen an den Vorstand beschließen.

§ 12 Einberufung der ordentlichen Mitgliederversammlung
(1) Einmal im Jahr findet die ordentliche Mitgliederversamm-lung statt. Sie wird vom Vorstand unter Einhaltung einer Frist von zwei Wochen in Textform unter Angabe der Tagesordnung einberufen. Eine Einladung gilt dem Mitglied als zugegangen, wenn sie an die letzte vom Mitglied dem Verein in Textform bekanntgegebene Adresse (Postanschrift, Faxanschluss, E-Mail-Adresse) gerichtet ist.
(2) Mit der Einberufung ist die Tagesordnung bekanntzugeben. Jedes Mitglied kann bis spätestens eine Woche vor dem Tag der Mitgliederversammlung beim Vorstand in Textform beantragen, dass weitere Angelegenheiten nachträglich auf die Tagesordnung gesetzt werden. Der Versammlungsleiter hat zu Beginn der Mitgliederversammlung die Tagesordnung entsprechend zu ergänzen. In der Mitgliederversammlung können keine Anträge auf Ergänzung der Tagesordnung mehr gestellt werden.

§ 13 Beschlussfassung der Mitgliederversammlung
(1) Die Mitgliederversammlung wird vom Vorsitzenden, bei dessen Verhinderung von einem anderen Vorstandsmitglied geleitet. Ist kein Vorstandsmitglied anwesend, bestimmt die Versammlung den Leiter. Bei Wahlen kann die Versammlungs-leitung für die Dauer des Wahlgangs und der vorhergehenden Diskussion einem Wahlausschuss übertragen werden.
(2) Der Protokollführer wird vom Versammlungsleiter be-stimmt. Zum Protokollführer kann auch ein Nichtmitglied be-stimmt werden.
(3) Die Art der Abstimmung bestimmt der Versammlungslei-ter. Die Abstimmung muss schriftlich durchgeführt werden, wenn 1/3 der anwesenden Mitglieder dies beantragt.
(4) Die Mitgliederversammlung ist nichtöffentlich. Der Ver-sammlungsleiter kann Gäste zulassen. Über die Zulassung der Presse, des Rundfunks und des Fernsehens sowie einen Internet-Auftritt beschließt die Mitgliederversammlung.
(5) Die Mitgliederversammlung ist unabhängig der Anzahl er-schienener Vereinsmitglieder beschlussfähig.
(6) Die Mitgliederversammlung fasst ihre Beschlüsse mit ein-facher Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen; Stimm-enthaltungen bleiben außer Betracht. Zur Änderung der Sat-zung, zur Auflösung des Vereins und zur Änderung des Zwecks des Vereins ist eine Mehrheit von _ der abgegebenen gültigen Stimmen erforderlich.
(7) Für Wahlen gilt Folgendes: Hat im ersten Wahlgang kein Kandidat die Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen er-reicht, findet eine Stichwahl zwischen den Kandidaten statt, welche die beiden höchsten Stimmenzahlen erreicht haben. Bei Stimmengleichheit entscheidet das Los.
(8) Über die Beschlüsse der Mitgliederversammlung ist ein Protokoll aufzunehmen, das vom Versammlungsleiter und vom Protokollführer zu unterzeichnen ist. Es soll folgende Feststellungen enthalten: Ort und Zeit der Versammlung, die Person des Versammlungsleiters und des Protokollführers, die Zahl der erschienenen Mitglieder, die Tagesordnung, die einzelnen Abstimmungsergebnisse und die Art der Abstimmung. Bei Satzungsänderungen soll der Wortlaut der geänderten Bestimmungen in das Protokoll aufgenommen werden.

§ 14 Außerordentliche Mitgliederversammlungen
Der Vorstand kann jederzeit eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen. Diese muss einberufen werden, wenn es das Interesse des Vereins erfordert oder wenn die Einberufung von einem Zehntel aller Mitglieder in Textform unter Angabe des Zwecks und der Gründe vom Vorstand verlangt wird. Für die außerordentliche Mitgliederversammlung gelten die §§ 11 bis 13 entsprechend.

§ 15 Auflösung des Vereins und Anfallberechtigung
Die Auflösung des Vereins kann nur in einer Mitgliederversammlung beschlossen werden. Sofern die Mitgliederversammlung nichts anderes beschließt, ist der Vorsitzende einzel-vertretungsberechtigter Liquidator; dies gilt entsprechend für den Fall, dass der Verein aus einem anderen Grund aufgelöst wird oder seine Rechtsfähigkeit verliert.
Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zweckes fällt das Vermögen des Vereins an den Regenbogen Bildungswerkstatt e. V. mit Sitz in Paderborn und der Geschäftsanschrift Steinhauser Straße 8, 59590 Geseke, der es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke zu verwenden hat.

Die vorstehende Satzung wurde am 1. Mai 2013 errichtet und durch Beschluss vom 16. Juli 2013 geändert.

Evim e.V., Tünsberg 12, 59602 Rüthen-Oestereiden

Tel.: 02954 4729-997